independent. online. musicmagazine.

home
downloads
reviews
features
tourdates
links
bewertung
wir/kontakt
forum



Pandemia - 2009-11-24

PANDEMIA aus dem Nachbarland Tschechien legen dieser Tage mit "Feet Of Anger" ihr bereits viertes Album vor, das aber anders als seine Vorgänger das Zeug hat, der Band größere Beachtung zu bescheren. Wir hatten die Möglichkeit, Bassist Jarda mit ein paar Fragen auf den Zahn zu fühlen. Los geht's!

SJM: Ahoi Jarda! Was macht Ihr gerade in diesen Tagen, wo Euer neues Album "Feet Of Anger" veröffentlicht wird?

Jarda / PANDEMIA: Hallo, jetzt sind wir mitten in der Promotion zu unserem Album, wir geben Interviews für die Magazine und für das Radio und kümmern uns auch um Live-Shows. Wir versuchen, zusammen mit unserer Plattenfirma War Anthem Records unser Album so vielen Leuten wie möglich zugänglich zu machen.

SJM: Euer neues Album ist das erste von PANDEMIA seit vier Jahren. Warum habt Ihr so lange dafür gebraucht, und was habt Ihr in der Zwischenzeit alles getrieben?

Jarda / PANDEMIA: Stimmt, es hat ziemlich lange gedauert und natürlich ist in der Zwischenzeit einiges passiert: Wir haben einen neuen Gitarristen und auch einen neuen Sänger, und es hat seiene Zeit gebraucht, bis wir zusammen neue Songs komponieren konnten. Wir haben letztlich vor zwei Jahren angefangen, an "Feet Of Anger" zu arbeiten, und wir haben uns damit Zeit gelassen.

SJM: "Feet Of Anger" hat mehr Songs und ist wesentlich länger als die vorherigen Alben. Habt Ihr das so im Hinterkopf gehabt oder wart Ihr im Studio selbst überrascht, daß Ihr mehr Material zur Verfügung stehen hattet?

Jarda / PANDEMIA: Na ja, es war das erste Mal, daß wir in dieser Konstellation Songs komponiert haben, und wir haben versucht, alle guten Ideen auch zu verwenden. Unser Gitarrist Vlasta hat das richtige Metalfeeling und einen noch besseren Sinn für Harmonien als sein Vorgänger, und das zeit das Resultat sehr deutlich. Aber Du hast recht, wir waren ein wenig überrascht, daß wir so viel Musik zur Verfügung hatten, als wir ins Studio gingen. Wir haben aber entschieden, alles zu verwenden, was wir komponiert hatten.

SJM: Warum seid Ihr mit dem Album letztlich zufrieden?

Jarda / PANDEMIA: Stimmt, wir sind mit "Feet Of Anger" ziemlich zufrieden. Es ist definitiv das beste Album bisher von PANDEMIA, und die Reviews sind auch sehr positiv. Wir haben tatsächlich in wenigen Tagen mehr positives Feedback bekommen als bei unseren anderen Alben zusammengenommen. Alles deutet darauf hin, daß wir damit einen großen Schritt in die richtige Richtung gehen – auch wenn es noch etwas zu früh ist, um die Bedeutung letztlich einzuschätzen.

SJM: Ich würde sagen, daß Ihr mit den Songs auf "Feet Of Anger" eine große Bandbreite an Songs abdeckt. Ihr habt nicht nur kurze Brecher mit an Bord, sondern ebenso sehr melodische Songs. Habt Ihr beim Komponieren da bewußt drauf geachtet?

Jarda / PANDEMIA: Wie ich vorhin schon erwähnt habe, hat sich PANDEMIA durch die Personalwechsel stilistisch etwas geöffnet. Wir haben diesmal auch ein wenig anders gearbeitet. Generell ist es aber so, daß ich melodischen und starken Stoff mag, und ich bin wirklich glücklich, daß wir es hinbekommen haben, eine so große stilistische Bandbreite auf über 50 Minuten Spielzeit unterzubringen, ohne daß es langweilig ist.

SJM: Für den letzten Track konntet Ihr Big Boss von ROOT dazu gewinnen, daß er seinen Gesang beisteuert. Hattet Ihr das von Anbeginn im Hinterkopf, ihn zu fragen?

Jarda / PANDEMIA: Der Song "Death Symbols" sollte eigentlich zuerst ein Instrumental werden, aber dann dachten wir, daß seine Stimme den Song noch deutlich besser machen könnte. Wir haben ihm also den Song zugesendet und ihn gefragt, ob er da nicht seinen Gesang drüberlegen könnte. Und wir waren wirklich sehr angenehm überrascht, daß er zugesagt hat, denn normalerweise macht er das nur bei ausgewählten Bands, wie BEHEMOTH oder MOONSPELL.

SJM: Was ist das Alleinstellungsmerkmal von PANDEMIA?

Jarda / PANDEMIA: Ich denke, wir sind live am stärksten, und deshalb werden wir live unser neues Album auch gut zur Geltung bringen – für unsere Shows haben wir Seiten- und ein großes Rückbanner mit dem Design des neuen Albums anfertigen lassen.

SJM: Ihr habt auf dem neuen Album den Track "Unnecessarity" von KRABATHOR gecovert. Nehmen KRABATHOR für Euch eine besondere Stellung ein, weil sie eine der ersten Bands aus Tschechien waren, die international beachtet wurden?

Jarda / PANDEMIA: Die Sache mit dem Coversong spukte schon eine ganze Weile in unseren Köpfen herum, und dieser Legende Tribut zu zollen, schien uns doch angemessen. Fast jeder kennt sie, aber noch niemand ist vor uns auf diese Idee gekommen, weshalb wir sie ziemlich originell finden, haha! Der Song ist großartig, funktioniert gut, und außerdem wollten wir ihn den jüngeren Fans zugänglich machen, die noch nie davon gehört haben.

SJM: Um ehrlich zu sein, kenne ich mich in dere heutigen tschechischen Szene nur wenig aus. Welche tschechischen Bands sollte man denn Deiner Meinung nach kennen?

Jarda / PANDEMIA: Oh, da geht es mir eigentlich ganz ähnlich wie Dir. So richtig interessante Bands kann ich Dir nicht nennen, ich habe früher aber Bands wie ROOT, KRABATHOR, MASTER'S HAMMER, TÖRR, DEBUSTROL und ARAKAIN gehört.

SJM: Ihr seid aktuell bei War Anthem Records aus Deutschland unter Vertrag. Wie zufrieden seid Ihr denn mit ihrer Arbeit und welche Chancen bestehen, daß wir Euch mal auf dem Party.San Festival (das von der WAR-Crew organisiert wird) erleben können?

Jarda / PANDEMIA: Wir sind sehr zufrieden mit der Arbeit von War Anthem Records und wir glauben an eine langjährige und für beide Seiten fruchtbare Kooperation. Was das Party.San angeht, so laß Dich einfach überraschen – es wäre immerhin eine gute Gelegenheit, "Feet Of Anger" den Massen vorzustellen.

SJM: Was sind Eure nächsten Pläne mit PANDEMIA?

Jarda / PANDEMIA: Natürlich machen wir erstmal Promotion für das neue Album, aber auch Konzerte, Festivals und Touren... Da steht uns einige Arbeit ins Haus!

SJM: Dann danke ich Dir für die Zeit, die Du Dir für dieses Interview genommen hast! Die letzten Worte gehören Dir!

Jarda / PANDEMIA: Der Dank geht zurück! Ich hoffe, wir sehen uns auf einer Show von uns. Unterstützt den wahren Metal!

(Eckart Maronde)