Bewertung:
Label:
Roadrunner Records / Universal
Released:
2010-03-08
Stil:
Hard Rock
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Sie gelten als die legitimen Nachfolger von AC/DC, auch wenn sich jene erst vor kurzem mit einem neuen Album zurückgemeldet haben, und ihre Tours durch die halbe Welt alle Besucherrekorde bricht. Von solchen Erfolgen sind AIRBOURNE zwar ein ganzes Stück entfernt, doch mittlerweile haben die vier jungen Australier die zweite Rakete gezündet, mit der sie sich im Windschatten der Altrocker positionieren. Und mit "No Guts. No Glory." haben sie das passende Motto für ihr Treiben zum Albumtitel erhoben: Wobei, eigentlich machen AIRBOURNE genau das, was sie am besten können und dasselbe wie auf ihrem Erstlingswerk "Runnin' Wild" – unbekümmert rocken bis zum Abwinken.
Da gibt es wieder jede Menge mitreißende Riffrocker, die eine ungezügelte Liveatmosphäre versprühen und hochenergetisch aus den Boxen lärmen: Da gibt es Kracher, wie "Blond, Bad And Beautiful", "Chewin' The Fat" oder "Raise The Flag", die durch ausgeklügelte Refrains hervorstechen. Da gibt es knallhart hervorpreschende Rocker, wie "It Ain't Over Till It's Over". Und dann gibt es die kontrollierte Offensive in Form solcher Tracks, wie "Armed And Dangerous", die noch mächtiger ist als die schnell vorgetragenen Konter aus dem eigenen Strafraum. Aber mit Fußball an sich hat das Ganze weniger zu tun, vielmehr liegt der Fokus auf der Feier nach dem Spiel. Da fließt Whisky genauso in Strömen wie Bier, und eine Kippe darf auch mal geraucht werden. Sieht ja keiner.
Gibt es denn überhaupt Kritikpunkte? Gibt es, wenngleich nicht viele: Vielleicht ist der Opener "Born To Kill" etwas unglücklich gewählt, weil er nicht so recht in Fahrt kommen will, und einen Track wie "White Line Fever" hätte man im gesanglichen Bereich etwas dynamischer gestalten können – irgendwie zieht Sänger Joel O'Keeffe jede Zeile nach unten, was arg gekünstelt wirkt. Trotzdem kein schlechter Track.
Jede Menge starker Songs und guter Laune macht ein starkes Album und genau den richtigen Stoff, um die anstehende Toursaison einzuläuten. Insofern haben AIRBOURNE genug Mumm bewiesen, sich einfach nicht beirren zu lassen und trotz ihres straighten Debüts den passenden Nachfolger einzuspielen – ohne zu verkrampfen.
(Eckart Maronde)
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