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cover demnächst Finntroll - nifelvind
Bewertung:
Bewertung

Label:

Century Media Records / EMI

Released:
2010-02-19

Stil:
Folk Metal

Ein kurzer Rückblick: Vor drei Jahren veröffentlichten FINNTROLL "Ur Jordens Djup" und hatten einerseits neue Wege eingeschlagen (vermehrt integrierten die Finnen orchestrale Passagen), andererseits mußten sie wieder einen neuen Sänger integrieren – was im Rückblick gut geklappt hat. Nun heißt es, den Blick nach vorne zu richten und die mittlerweile aus dem Waldboden gewachsene Konkurrenz im Zaume zu halten. Was also tun? "Nifelvind" besinnt sich auf die Stärken der einzelnen Songs und klingt wesentlich homogener als "Ur Jordens Djup", ohne auf dessen neugewonnene Klangfarben zu verzichten. Kurioser Umstand am Rande: Obwohl Live-Keyboarder Virta mittlerweile zum festen Mitglied bei FINNTROLL aufgestiegen ist und auch bei den Aufnahmen mit dabei war, sind auf "Nifelvind" doch weniger Keyboards zu finden als auf dem Vorgänger. Was sich im Intro "Blodmarsch" indes noch nicht zeigt: Bedrohlich und witzig zugleich klingen die Klangcollagen, majestätisch und heroisch, und ein gelungener Auftakt zu "Solsagan". Ein Stück, das mit seinen sägenden Gitarren und dem blastenden Schlagzeug zunächst schwarzmetallisch unterwegs ist, dann die für FINNTROLL so typischen Zutaten auffährt. Bestechend und mitreißend zugleich. "Den Frusna Munnen" und "I Trädens Sång" beziehen ihren Reiz aus dem Zusammenspiel von Gitarren und Keyboards, während "Ett Norrskensdåd" auf einer dieser geliebten folkloristischen Melodien basiert. Das gilt auch für "Tiden Utan Tid", wenngleich das Stück doch wesentlich düsterer ist. "Galgasång" wiederum ist ein komplett akustisches Lied mit Klargesang und Banjo. Genau der richtige Kontrast zum stampfenden "Mot Skuggornas Värld" – nicht nur hier zeigt sich, daß Sänger Vreth zunehmend über das für diese Musik richtige Grollen in der Stimme verfügt. Einziger Kritikpunkt an "Nifelvind": Das allzu sehr auf Mitschunkeln getrimmte "Under Bergens Rot" will mir in seiner Direktheit nicht so sehr gefallen wie die restlichen Stücke. Daß die Stücke erst nach mehrmaligem Hören ihre Wirkung entfalten, ist wiederum ein großer Pluspunkt von "Nifelvind". Kurzum: FINNTROLL können mit ihrem neuen Album ein weiteres Mal überzeugen, was vor allem an der Güte der einzelnen Songs liegt. Die Band spielt souverän all ihre Stärken aus – und das sind eben mehr als die Konkurrenz zu bieten hat.

(Eckart Maronde)



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