Bewertung:
Label:
Fat Wreck Chords
Released:
2010-02-16
Stil:
Acoustic / Folk / Rock
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Die Tatsache, dass No Use For A Name-Fronter Tony Sly in die Jahre gekommen ist, hat selbst ihn nicht davon abhalten können, weiterhin gute Songs zu schreiben, auch wenn selbst eine Punkrock-Konstante als auch -Ikone wie er mit "The Feel Good Record Of The Year" erste Zweifel an eben dieser Tatsache aufkommen ließ. Mit "12 Song Program" veröffentlicht Sly nach nunmehr 23 Jahren No Use For A Name sein erstes Soloalbum. Und mit eben dieser Veröffentlichung verhält es sich wie mit jedem Album seines Hauptengagements. Ein- wie umgerissen wird hier mit Sicherheit nichts mehr, waghalsige musikalische Revolutionen kann Sly dieser Tage jedoch ruhigen Gewissens der ihm folgenden Generation überlassen. Hinsichtlich seiner Melodien könnte "12 Song Program" zweifelsfrei eine akustisch vorgetragene No Use-Platte sein, was allerdings aufgrund der Tatsache, dass es gemeinhin Sly ist, der deren Songs schreibt, keinesfalls verwunderlich ist. Schön ist dabei die Tatsache, dass Sly auf "12 Song Program" nie meint, besonders Folk-lastig werden zu müssen, sondern vielmehr geradlinige Akustikgitarren-Popsongs schreibt, die Tiefgang, Atmosphäre als auch Stil haben. Ja, wenn ein Tony Sly in "The Shortest Pier", "Already Won", "Expired" und "Amends" über das Leben erzählt, dann darf's eben gern auch mal ruhiger und bedächtiger werden. Der darf das.
(Dennis Grenzel)
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