Bewertung:
Label:
Eigenveröffentlichung (digital)
Released:
2009-11-00
Stil:
Pop-Punk
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Im Zeitalter von Pop-Punk sollte man kaum meinen, dass es tatsächlich noch immer Bands in eben dieser Sparte gibt, die zu großen Überraschungen fähig sind. Dass dem jedoch durchaus noch so sein kann, bewiesen Attention, welche sich aus ehemaligen Mitgliedern der Bands Gratitude, New End Original, The Stereo und The Gloria Record zusammensetzen, bereits mit ihrer Debüt-CD "Say What You Mean What You Say" aus dem Jahr 2003, die einer Band wie Jimmy Eat World seinerzeit das Fürchten hätte lehren können. Und obwohl man es hier zweifelsfrei mit einer Band zu tun hatte, die durchaus zu einem waschechten Untergrund-Juwel hätte avancieren können, blieben Attention hier zu Lande sogar gänzlich unentdeckt. Und auch in den Staaten ließ der Erfolg auf sich warten, lediglich in Japan sorgten Jeremy Tappero (Gesang, Gitarre), David Jarnstrom (Drums), Bob Lindsey (Bass) und Eric Malmberg (Gitarre, Gesang) für eine Menge Aufsehen. Und auch das schlicht mit "Everything Takes Forever" betitulierte neue Werk stellt im Genre Pop-Punk eine begeisterungsfähige Ausnahme dar. Man denke an in musikalischer Hinsicht ambitioniertere und in lyrischer Hinsicht persönlichere Jimmy Eat World oder aber auch an die verblichenen Acceptance und hat somit eine ziemlich genaue Vorstellung von dem, was Attention dieser Tage so zu bieten haben. Und das ist beileibe nicht wenig.
"Quiet Answers" uals auch "A Miracle Of Rare Device" sind wahrhaft packende und berührende Pop-Punker, die wenig später vom recht balladesk gehaltenen "Fits & Starts" übergangslos ausgebremst werden. Mit dem Titelsong "Everything Takes Forever" nehmen Attention dann erneut Fahrt auf, und das finale "Embers" läutet dann ein recht melancholisch-bezauberndes und gleichsam bombastisch geratenes Finale ein, das so ziemlich alles hinter sich lässt, was den Markt dieser Tage bestimmt. Was Attention so anders machen als ihre zahllosen Pop-Punk-Kollegen? Am Musikalischen mag man die Antwort kaum festmachen. Sie treffen aller Wahrscheinlichkeit nach einfach nur den richtigen Tonfall, sodass man sich an seine ersten Begegnungen mit Bands wie Samiam oder auch Texas Is The Reason erinnert fühlt. Und natürlich an die Begeisterung, die seinerzeit damit einher ging. Qualität, Güte und Tiefgang sind noch nie eine Frage des kommerziellen Erfolges gewesen. Attention können daher trotz Ausbleiben von Chart-Platzierungen und noch so wahnwitzigen Pseudo-Ereignissen erhobenen Hauptes durch die Gegenwart schreiten.
(Dennis Grenzel)
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