Bewertung:
Label:
Victory / Soulfood
Released:
2009-02-20
Stil:
Metal
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Corpus Christi gehören dieser Tage zweifelsohne noch zu den vergleichsweise unbekannten Acts des Chicagoer Victory-Stalls. Doch was uns der Fünfer aus Cincinnati mit seinem neuen Album "The Darker Shade Of White" präsentiert, lässt erahnen, dass sich hier eine Band auf der Fährte von As I Lay Dying befindet und nicht nur das Potenzial, sondern vor allen Dingen auch die spielerische Güte besitzt, um eben jenen As I Lay Dying auch gehörig Paroli bieten zu können. Während der melodiös gehaltenen Refrains erinnern Corpus Christi dann mehr an Killswitch Engage, während der Riff-lastigen Strophen präsentiert sich jedoch ein gewieftes Metal-Outfit, das insbesondere aufgrund seiner enormen Spielfreude zu glänzen versteht. Bereits mit dem eröffnenden "Parade Of Scars" wüten sich Corpus Christi derart fulminant durch ein Doulebass-Gewitter, dass man sich nur an ältere Unearth-Werke erinnert fühlen kann. Und auch das darauf folgende "It's Always Darkest Before Dawn" fällt nicht minder erhaben aus. Bestechend hierbei die melodischen Leads, die der Band einen enormen Wiedererkennungswert verleihen. Songs wie "Fight For Your King", "Starry Nights Cloudy Hearts", "Western Downfall" und schließlich "I Will Forget" zeugen von einer Band, die es mit dieser in jeder Hinsicht überzeugenden spielerischen Klasse ohne den geringsten Zweifel verdient hat, sich binnen kürzester Zeit im Genre Metal zu etablieren. Immer wieder erkennt man versteckte melodische Elemente in diesem Riff-Dschungel, was nur darauf schließen lässt, dass "The Darker Shade Of White" ein Werk ist, das mit der Zeit entdeckt werden will und das eher spannender wird denn mit jedem Hördurchgang langwieriger.
Corpus Christi sind endlich mal wieder eine Band, die auch ohne dieses lächerliche Tough Guy-Metal-Gehabe auskommt und an dessen statt durch reine spielerische Qualität überzeugt. "The Darker Shade Of White" ist ein fulminantes brachiales Machtwerk, das eine Brücke von As I Lay Dying hin zu Killswitch Engage schlägt, ohne dass die spielerische Eigenständigkeit dabei zu kurz käme. Beeindruckend!
(Dennis Grenzel)
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