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Soulmate - 04.03.2004
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Soulmate ziehen im Moment durch unsere Landen, um ihr aktuelles Release "revolving" nun auch als Livegut an den Mann und die Frau zu bringen. Der Sound auf der "revolving" ist
durch den Mann am Keyboard natürlich noch breitflächiger geworden. Und erfreulicherweise hat das auch Auswirkungen auf den Livesound. Auch vor ein paar Jahren mit ´lediglich´ 2 Gitarren hatten Soulmate schon eine Breitwand aufgefahren, doch diese hat sich nun auch noch verbreitert. Gespielt wurden erfreulicherweise Songs beider Alben: "Revolving" und "in summerstreets", wobei dieses Gesamtbild auch aufgrund der Weiterentwicklung der Band hin zum poppigen Sound ein sehr stimmiges ist.
Nun, seitdem ich die Band vor Jahren das letzte Mal gesehen hatte, ist so einiges Wasser den Rhein runter geflossen. Und das zeigt sich im Falle Soulmate erheblich. An diesem Abend, der weiß Gott nicht die günstigste Situation für einen Gig darstellte, nutzten Soulmate selbst diese Situation noch zu ihren Gunsten. Ich habe selten solch eine Spielfreude gesehen. Sechs junge Männer, die anscheinend vollends davon überzeugt sind, was sie da machen. Sie stehen
voll dahinter. Nicht verbissen. Keinesfalls sogar. Denn hier werden Zuschauer, Patzer und sogar die eigenen Bandmitglieder aufs Korn genommen. Mit Humor ist schon mal viel gewonnen. Kommt dann noch der Sympathenbonus dazu, dann kann einer Band wie Soulmate nicht viel passieren. Viel Bewegung auf der Bühne, viel Dialog mit dem Publikum, eine angenehme Redseligkeit und die nötigen Hits im Gepäck. Ich will den sehen, der bei "shining star" nicht dahin schmilzt. Rockig, poppig, in jedem Falle locker und menschlich.
Nette Kerle sind das, denen es auch nichts ausmacht, in Hagen zu spielen, wo die Leute ihre eigenen Stadt zu hassen scheinen. Das macht einen nur nachdenklich überpünktlich in die eigene Koje verschwinden. Mit Soulmate hat die Welt einen neuen Stern am Indierockhimmel erspäht. Nun muss er nur noch im Auge behalten werden. Er wird definitiv größer und heller.
Und das Sixpack ließ sich keinesfalls lumpen und hätte die Zugabe auch ohne das Flehen gespielt. Ich kann mich nur wiederholen: Diese Band ist mit Selbstüberzeugung und Energie bei der Sache. Das, was sie mitbringt, ist in jedem Falle mehr als ausreichend. Und wenn eine Band dann live noch mindestens das rüberzubringen vermag, was beim bloßen Hören der Platte vor sich geht, ja, dann kann es eigentlich nur nach vorne, aufwärts, den Sternen
entgegen gehen. Viel Glück dabei!
(Dennis Grenzel)
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